In 2026 wollen wir erneut eine Bläserklasse anbieten. Hierbei erlenen die Kinder gemeinsam das Musizieren eines von ihnen selbst ausgewähltes Instrument. Neben individuellen Lernfortschritt steht bei diesem Konzept das gemeinsame muszieren im Orchester im Fokus. Daher sind ab Beginn die Kids im Vereinsleben voll integriert. So finden auch neben Musikproben weitere Events statt, wie bspw. Ausflüge oder einer Weihnachtsfeier. Nach ca. 2 Jahren können die Teilnehmer im Jugendorchester mitspielen.
Bei Fragen oder Interesse kann sich gerne beim musikalischem Leiter Michael Bade oder unserem Vorsitzendem Christian Liesenfeld gemeldet werden.
Am 6. September ging es für unsere Nachwuchsmusiker hoch hinaus. Gemeinschaftlich fuhren einige Kinder und Jugendliche der Bläserklasse und des Jugendorchesters nach Sayn. Dort im Kletterpark warteten diverse Parkours, die es zu meistern galt. Neben körperlichem Geschick sowie Ausdauer erforderten einige Strecken auch Mut, sich auf die Höhe der Kletterstrecke einzulassen.
Zwischen all diesen Herausforderungen kamen die Nachwuchsmusiker immer wieder in der Mitte des Kletterwalds zusammen. Dort warteten Snacks und Getränke zur Stärkung. Ebenfalls gab es die Möglichkeit des Austausches.
Die Nachwuchsmusiker haben diesen Tag sehr genossen. Unseren Jugendvertreten gilt ein großes Dankeschön für die Organisation und Begleitung der Tour!
Statt regulärer Probe am Montagabend luden die Nachwuchsmusiker der Musikvereine Karbach und Emmelshausen am 30.6. zum Sommerkonzert in die ev. Kirche Emmelshausen ein. Gekonnt präsentierten die jungen Musiker ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm. Diese verschiedenen Stücke wurden mit ihren Dirigenten Jannik Bender und Michael Bade einstudiert.
Über fast 400 Zuhörerinnen und Zuhörer konnte sich der Musikverein Emmelshausen am 10. Mai bei seinem Konzert freuen. Unter dem Motto „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ hatte der Mu-sikverein dieses Jahr zu einem besonderen Konzerterlebnis eingeladen. Diese Botschaft, die aus ei-nem Gedicht des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer stammt, zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend. Es war ein Abend des Gedenkens an 80 Jahre Kriegsende, an die Befreiung von Leid, Unrecht und Gewalt, aber auch ein Abend des Erinnerns an die Bedeutung von Frieden in Europa und der Welt.
Den Anfang machte das Jugendorchester der beiden Musikvereine Karbach und Emmelshausen. Un-ter der Leitung von Jannik Bender präsentierten die fast 40 jungen Musikerinnen und Musiker ein paar abwechslungsreiche und mitreißende Stücke. So wurden u.a. „Poker Face“ von Lady Gaga, der Welthit „Shape of you“ von Ed Sheeran und Filmmusik aus dem Film „The Incredibles“ zu Gehör ge-bracht. Das Publikum honorierte den Auftritt des Jugendorchesters mit Standing Ovations und die jungen Musikerinnen und Musiker wurden nicht ohne eine Zugabe entlassen.
Im Anschluss eröffnete das Hauptorchester seinen Konzertteil mit der „Fanfare for the common hero-es“. Der belgische Komponist Jean-Pierre Haeck wollte mit diesem Werk ein Gedenken an alle stillen Helden des Alltags schaffen. Nach einer imposanten Trompetenfanfare schlossen sich so auch einige lyrische, nachdenkliche Passagen an, bevor das Stück in einem großen Finale nochmals den Glanz des Blasorchesters zum Ausdruck brachte. In den beiden anschließenden Stücken gedachten die 45 Mu-sikerinnen und Musiker des Hauptorchesters unter der Leitung von Dirigent Michael Bade gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörern zwei besonderen Helden – Dietrich Bonhoeffer und Oskar Schindler. Beide setzten sich in der Zeit des NS gegen die Verfolgung von Juden ein und versuchten gegen das Unrechtsregime der NS vorzugehen. Beide riskierten damit ihr Leben. Bonhoeffer wurde kurz vor Kriegsende im KZ-Flossenbürg hingerichtet. Mit der wunderbaren Melodie des Liedes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und dem fast weinerlich anmutenden Hauptthema aus John Williams für den Film „Schindler’s Liste“ geschriebenen Filmmusik, tauchte das Publikum in einige der dunkelsten Stunden deutscher Geschichte ein. Die Musikerinnen und Musiker wussten musikalisch zu überzeugen. Gerade die Holzblasspielerinnen und Holzblasspieler waren in den beiden Stücken be-sonders gefordert und viele Solopassagen wussten sie gekonnt und einfühlsam vorzutragen. Das sicherlich anspruchsvollste Werk „Dunkirk“, welches das Hauptorchester im Programm als nächstes präsentierte, zeigte in vielen Facetten die unterschiedlichen Klangfarben eines Blasorchesters auf. Moderator Michael Bade gab besonders bei diesem 15-minütigen Meisterwerk des spanischen Kom-ponisten José Alberto Pina den Zuhörerinnen und Zuhörern eine genauere Einführung. So konnte das Publikum als „Zeugen eines stillen Wunders“, wie Bade in seiner Ansprache betonte, die Geschehnisse am Strand von Dünkirchen nachverfolgen. Das Hauptthema wurde in einem kraftvollen Trompeten-solo von Trompeter Marius Müller vorgetragen. Nachdem eine kurze Passage die Angst der Soldaten am Strand darstellte, konnten alle Anwesenden eintauchen in die Phasen der Bombardierung durch die deutschen Streitkräfte, die misslungene und schlussendlich geglückte Evakuierung mithilfe vieler Freiwilliger. In diesem Werk waren alle gefordert, insbesondere jedoch die Blechbläser, die in unge-wohnten Höhen aufspielten und die Bedrohung der Soldaten musikalisch deutlich machten. Insbe-sondere durch die Klavierbegleitung durch Benedikt Huschke, der auch bei einigen anderen Werken das Orchester bereicherte, wurden unterschiedliche Klangwelten geschaffen, die das Publikum sicht-lich begeisterten. Im folgenden Stück „Pearl Harbor“ kam die gesamte Energie und Emotionalität des Orchesters zum Ausdruck, besonders durch die beiden Soli von Stefan Hickmann an der Trompete und Patric Kläser am Tenorhorn. Die Filmmusik des deutschen Komponisten Hans Zimmer entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer nach Hawaii, wo am 7.12.1941 der Überfall durch die japanischen Streitkräfte auf den Stützpunkt „Pearl Harbor“ den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg markier-te. Karl Jenkins schuf mit seiner „Mass for Peace“ eine Friedensmesse, aus der Björn Schulz das „Be-nedictus“ mit seiner wunderbaren Melodie am Tenorhorn solistisch vortrug. Dass barocke und mo-derne Klänge durchaus gemeinsam funktionieren können, zeigte der Musikverein bei seinem nächs-ten Werk „Let the Amen sound“. Das bekannte, aus der Barockzeit stammende, Kirchenlied „Lobe den Herren“ wurde in drei verschiedenen Variationen vom amerikanischen Komponisten Travis J. Cross bearbeitet. Es soll die verschiedenen Phasen im Leben eines Menschen von Kindheit und Ju-gend bis hin zum hohen Alter beschreiben. Kathleen Michel wusste im Flötensolo zu begeistern, ebenso Thomas Plume an der Oboe. Das technisch anspruchsvolle Werk mit sehr vielen schnellen Passagen und Läufen wurde vom Orchester gekonnt gemeistert. Den Abschluss des Konzertabends bildete ein Medley der Beatles, die gerade in den Zeiten politischer Spannungen und kultureller Um-brüche von Liebe statt Hass, von Gemeinschaft statt Spaltung und von einer Welt, in der der Frieden möglich ist, sangen. Das Publikum zeigte seine Begeisterung durch Standing Ovations und lang an-dauernden Beifall. Mit dem Welthit „The Sound of Silence“ verabschiedete das Hauptorchester sich und wünschte den Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie sich an diesem Abend „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ gefühlt haben.
Das Konzert des Musikvereins Emmelshausen am Samstag 10.05.25 um 19.00 Uhr in der katholischen Kirche in Emmelshausen unter dem Motto „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ rückt näher. Am vergangenen Wochenende fand das Probewochenende für alle Musikerinnen und Musiker des 45-köpfigen Hauptorchesters im Gemeindehaus in Schwall statt, um sich intensiv darauf vorzubereiten. Vorausgegangen sind bereits zahlreiche Registerproben der einzelnen Instrumentengruppen, um die besonders anspruchsvollen Passagen in den Stücken zu proben. So konnte Dirigent Michael Bade am Probewochenende bereits an den Feinheiten der Stücke arbeiten, um den Zuhörerinnen und Zuhörern am Konzertabend ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen. Natürlich kam an diesem Wochenende auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Sowohl am Freitag-, als auch Samstagabend hatten sich einige Musiker etwas für das Abendprogramm überlegt.
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ so das Motto des Konzerts in diesem Jahr. Am 8. Mai jährt sich in diesem Jahr das Kriegsende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Dies soll Anlass sein, sowohl an einige Momente dieses verheerenden Krieges zu erinnern, aber auch nach vorne zu schauen und die lange andauernde Zeit des Friedens nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen und zu feiern, auch wenn diese mitunter durch den Ukraine Krieg stark ins Wanken geraten ist. Umso bedeutsamer erscheint es gerade in dieser Zeit beiden Seiten – Krieg und Frieden – zu gedenken.
Erinnert wird so im Konzertprogramm an den deutschen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, auf dessen Gedicht auch das Motto des Abends basiert. Er verfasste diesen sehr bekannten Text kurz vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945. In der Situation der absoluten Ausweglosigkeit fand Bonhoeffer Trost und Zuspruch bei Gott, er ließ sich bis zu seinem Tode nicht unterkriegen und kämpfte für seine Überzeugung. Es entstanden zahlreiche Liedmelodien zu Bonhoeffers Text, eine der bekanntesten wird am Konzert in einer Fassung für Blasorchester zu hören sein. Auch der deutsche Oskar Schindler kann als ein Held im Zweiten Weltkrieg angesehen werden. Er rettete durch seinen Einsatz ungefähr 1200 Juden vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten. Bekannt wurde er vielen vor allem durch den Film „Schindlers Liste“ mit der bewegenden Filmmusik von John Williams, die am Konzertabend zu hören sein wird. Gedacht wird auch mit einem großen Werk für sinfonisches Blasorchester an die Schlacht von Dünkirchen in Nordfrankreich, bei der durch den Einsatz unzähliger Freiwilliger über 300.000 britische und französische Soldaten evakuiert wurden, bevor die Stadt am 4. Juni 1940 durch die Deutschen eingenommen wurde. Beim Angriff auf die im Pazifik liegende Insel Pearl Harbor durch die japanische Armee, wurde am 7. Dezember 1941 die amerikanische Pazifikflotte extrem geschwächt, viele Soldaten ließen ihr Leben. Dieser Angriff war ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg, bedeutete er doch den Eintritt der USA in diesen Krieg. Der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer schrieb die Filmmusik zu dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2001.
Mit dem Stück „Benedictus“ aus der Messe „The Armed Man – a mess for peace“, also einer Friedensmesse des britischen Komponisten Karl Jenkins, soll an die zentrale Bedeutung des Friedens auf der Welt erinnert werden. Auch das Werk „Let the Amen Sound“, einem Stück für sinfonisches Blasorchester des amerikanischen Komponisten Travis J. Cross, zeigt uns auf, wie wichtig ein friedvolles Miteinander ist. Es verarbeitet in mehreren Versionen das bekannte Kirchenlied „Lobe den Herren“ auf eine solche Art und Weise, dass der Komponist versucht, die verschiedenen Lebenszyklen im Heranwachsen eines Menschen in einer von Frieden geprägten Welt zu beschreiben. Abgeschlossen wird das Konzert mit einem Medley der Beatles, die sich in den 1960er Jahren mit ihrer Musik für den Frieden eingesetzt haben. Allen voran ist hier John Lennon zu nennen, der mit dem Titel „Imagine“ eine Friedenshymne schuf und sich aktiv für den Frieden in der Welt einsetzte.
Auch das Jugendorchester der beiden Musikvereine Emmelshausen und Karbach wird an diesem Konzertabend unter der Leitung von Jannik Bender mit einigen Stücken zu hören sein. Der Musikverein Emmelshausen möchte alle Gäste des Abends bereits ab 18.00 Uhr ins benachbarte Pfarrheim einladen. Dort wird es einen kleinen Sektempfang geben. Auch nach dem Konzert sind alle Zuhörerinnen und Zuhörer noch bei Getränken und kleinen Speisen zum Verweilen eingeladen.
Karten gibt es in Kürze im Vorverkauf bei jeder Musikerin oder jedem Musiker sowie beim Café Krechel und der Parfümerie Kilb in Emmelshausen. Auch online können Tickets unter www.mv-emmelshausen.de/tickets erworben werden.